Spinnen

August 7, 2009

„Die Spinnen, die.. gefallen mir nicht,“ sagt er langsam, jedes einzelne Wort betonend: „sie sind kalt, sie sind.. leblos.“ Dabei starrt er mich an, mit angsterfüllten Augen, angewidert, als wäre ich eine dieser Spinnen von denen er spricht. Ich frage mich, warum er mich so ansieht, ich empfinde doch Mitgefühl mit ihm. Ich bin nicht kalt.
Ich zittere eigentlich einfach nur so.

Up up down down left right left right B A start

Juli 23, 2009


Just because we use cheats doesn’t mean we’re not smart

Unwichtiges fett markiert hervorheben, um sein Gesicht nicht zeigen zu müssen.
Ich öffne die Augen, meine Hände liegen vor meinen Gesicht, mein Körper liegt auf meinem Bett. Ich habe Angst, meine Lungen blockieren, kriege keine Luft, ich kann nicht aufstehen, mich nicht aufsetzen, ich sehe meine Hände, kann aber nichts mit ihnen anfangen, nicht mal einen Finger krümmen. Ich bin gelähmt. Panik breitet sich in mir aus, ich will noch nicht sterben, ich will nur leben, nichts weiter, nur leben. Direkt neben mir liegt mein Telefon, ich will nach Hilfe rufen, ich kann nicht, ich bin machtlos.
Eines Nachts schwamm ich hinaus in ein tiefdunkles Meer, um mit bloßen Händen Fische zu fangen. Während die Fische scharenweise zwischen meinen Fingern hindurchglitten, wurde mir klar, dass ich meine Kräfte überschätzt, dass ich keine Chance hatte, alleine im Meer, und beschloss zurückzuschwimmen. Doch indessen hatten sich meine Lungen bereits mit Wasser gefüllt, da ich meinen Mund vor Anstrengung nicht mehr zu schließen vermochte. Ohne es zu bemerken war ich schon längst ertrunken.
Völlig teilnahmslos starrten die Fische mich an, sahen, wie ich langsam begann mich in meine Bestandteile aufzulösen.

And we’ll all float on anyway, well

Juli 8, 2009


Good news is on the way!
modest mouse – float on

Mäuse

Juni 30, 2009

„Der Flur vor der Küche war hell, er hatte auf beiden Seiten Fenster, und auf beiden Seiten schien eine Sonne, denn Colin liebte das Licht. Überall glänzten sorgfältig blankgeputzte Messinghähne. Das Sonnenspiel auf den Hähnen brachte zauberhafte Effekte hervor. Wenn die Strahlen mit hellem Klang auf die Wasserhähne prallten, vergnügten sich die Küchenmäuse damit, zu dieser Musik zu tanzen, und wenn die Sonnenfäden wie gelbes Quecksilber am Boden zerstoben, jagten die Mäuse hinter den kleinen Kugeln her. Colin streichelte im Vorbeigehen eine der Mäuse; sie hatte sehr lange schwarze Schnurrhaare, war grau und winzig und hatte ein wunderbar schimmerndes Fell. Der Koch fütterte die Mäuse reichlich, ließ sie aber nicht zu fett werden. Die Mäuse machten tagsüber keinerlei Lärm und spielten nur im Flur.“
Auszug aus Boris Vian – Der Schaum der Tage
Die Mäuse sind die heimlichen Helden in diesem surrealen Roman von Boris Vian, einem Schriftsteller, der nicht mehr der neuesten Mode entspricht. Und tot ist.

A Giant Grand Machine

Juni 23, 2009

But we’re all just part of some giant grand machine.

Too big to really understand.

But we’ll do our jobs till we break down and fall.

Push the Button

Bauchaua

Juni 17, 2009

Warum ich nicht schreiben kann:

Ich sitze seit geraumer Zeit an diesem Platz, meine bisherigen Leistungen sind:
1 verworfener Satz
3 verworrene Gedanken
5 gehörte Lieder von the Knife
1 Lüge (es waren nur 4)
0 gute Ideen
1 Erkenntnis (0 schreibt sich in der Mehrzahl)

Das wars so ziemlich, ich mach noch einen Doppelpunkt:
Gestern habe ich mich über alle Maßen betrunken und in unsere Gästetoilette gekotzt. Dafür habe ich Nein gesagt zu weiteren Formen der Intoxikation. Dafür habe ich heute flüssige Kacke (noch nich ausprobiert, aber sicher ists). Meine Nase läuft, zum Glück habe ich Taschentücher. Meine Lippen sind spröde, meine Haut schwitzt Alkohol, mein Nacken ist verspannt, meine Ohren sowie meine Lungenflügel sind belegt. Mein Bauch macht aua. Meine Fingernägel sind leicht dreckig. Es geht mir mittelmäßig gut. Wenigstens weinen die Nachbarskinder nicht, da fährt nur irgendein Mofa rum.

The Knife ist eine ziemlich dufte Band, vor allem die singende Frau ist ein stimmliches Wunderwerk, die Spitze des Eisbergs. Doch eben gerade hats gereicht mit the Knife, ich musste sie ausschalten, mein Kopf ist fast geplatzt. Stattdessen musste ich mir eine neue Geräuschkulisse suchen, ich entschied mich für Aphex Twin – Selected Ambient Works 85-92, und zwar aus folgenden Gründen:
– es gibt kaum ein leichter verträgliches Album als dieses
– noch ruhigere Lieder gibt es auf Aphex Twin – Selected Ambient Works 2, jedoch sind diese oft anstrengend strukturlos sowie ab und zu Horrortripverstärkend
– in einem Lied sind Sounds aus Super Metroid für SNES verarbeitet, wie ich dieses Spiel noch immer liebe

Es gibt ein Model, das singt und das Verrückte ist, dass ihre Stimme sogar noch besser aussieht, als sie selbst. Ihr Name ist Deborah Harry, sie ist die Sängerin von Blondie und lebt in den 80er Jahren. Sie hat viel Erfolg, auch wenn die Leute ihre Musik missverstehen, denn sie ist aus Versehen massentauglich. Und kitschig, hauptsächlich aber sehen Deborah Harry sowie ihre Stimme umwerfend gut aus; so gut, dass man sich wünscht, auch in den 80ern zu leben und ihr ein bisschen live beim Gut Aussehen zuzugucken. Heutzutage gibt es wenigstens Micky Green, aber die spielt nun wirklich schlecht Gitarre und so. Deborah Harry war übrigens niemals ein Model.

Dieser Text erklärt in kaum einer Weise, warum ich nicht schreiben kann, er stellt vielmehr lediglich den Anspruch, literarisch besonders unwertvoll zu sein, ohne sich zu verkrampfen wie mein Bauch.

Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich einen Kater habe, lustigerweise haben wir tatsächlich einen echten Kater (Haustierkatze), ich hätte also einen richtig witzigen Witz machen können, habe ich aber nicht. Ich habe diese Chance nicht genutzt. Ich schließe daraus, dass meine Mutter mir diese Frage gestellt hat, dass sie mich wohl gehört haben muss.
Wie ich um halb fünf Uhr morgens, als die Sonne sich langsam über dem Dorf erhob, vor der Gästetoilette kniete und mir den Finger in den Hals steckte.

gewidmet: Deborah Harry aus den 80er Jahren
Blondie
Hier mein vorletzter Eintrag aus meinem alten Blog, um so richtig im neuen Mal auf die Pauke zu hauen. Mein letzter Eintrag war, dass Mr. Google-Ads Oma nach Pferd riecht, übrigens.

Danke, Myblog, bitte sehr.

Juni 17, 2009

Einen schönen guten Morgen,
Diesen neuen Blog eröffne ich, da mich der  ultraböse Mr. Google-Ad von meinem alten Platz auf myblog.de vertrieben hat. Mein Blog (Myblog) kann mit Google-Ads genausowenig überleben, wie ich ohne Google als Startseite und Mailanbieter. Ich fühle mich so, richtig, wie ein alter Schwede. Auf ein gutes Gelingen.
POWERRANGERSYEAH
Einen schönen guten Morgen wünscht,
ein alter Schwede